Herbstvortrag am 30. Oktober: Alternativen zur Medizin?

Alternativen zur Medizin?

Mi., 30. Oktober, 18:45
Medizinische Universität Wien, Anatomie, Währingerstraße 13, Hörsaal 2

Gibt es Alternativen zur Medizin und brauchen wir diese überhaupt, etwa weil die Medizin marode und korrumpiert ist? Oder gibt es gar keine Notwendigkeit am Status quo der Medizin zu rütteln? Wo zwischen diesen Extremen liegt ein vernünftiger Standpunkt?

Um uns einer Antwort anzunähern, werden wir in diesem Vortrag die Charakteristika der „konventionellen“ und „alternativen“ Medizin kritisch beleuchten und dabei Parallelen ziehen. Insbesondere wird diskutiert, welche Denkfehler und Mängel zu – teils gefährlichen – Irrtümern führten. Prof. Dr. Sitte wird als Arzt und Forscher aus dem Bereich der Neuropharmakologie berichten. Dr. Weymayr wird über die vermeintlichen Alternativen zur evidenzbasierten Medizin sowie über deren Stärken und Schwächen referieren.

Einzelne Methoden werden diskutiert und bewertet. Was ist dran an der traditionellen chinesischen Medizin? Und ist die indische Heilkunst, Ayurveda, möglicherweise noch besser? Aus Medienberichten wird selten klar, ob es sich um Mystik oder Medizin handelt. Wirken Bachblüten oder Schüßler Salze? Ist Krebstherapie und Ernährung nach Kelley-Gonzalez sinnvoll? Viele dieser Heilverfahren werden täglich angewandt, doch die wenigsten wissen, ob es sich dabei um Placebotherapien oder echte Alternativen handelt. Hierzu wird der aktuelle Wissensstand dargestellt.

Die korrekte Interpretation von wissenschaftlichen Ergebnissen ist für diese Diskussion zentral. Wie lese ich Studien und bewerte die Datenlage? Welche Methoden sind schlussendlich wirksam? Das sind Fragen, die viele Personen – von MedizinstudentInnen über Angehörige der Gesundheitsberufe bis hin zu interessierten Laien – beschäftigen. Mit diesem Vortrag werden wir das Thema anhand von ausgewählten Beispielen behandeln. Ein zentrales Thema wird die „pharmakologische Plausibilität“ darstellen. Verlässliche Quellen und Recherchemethoden sollen aufgezeigt werden. Eine interdisziplinäre Diskussion wird ermöglicht, unter anderem zu der Frage, ob medizinische Scheinalternativen gelehrt werden sollten.

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Gott als Wahlkampfhelfer

Am Sonntag wird gewählt. Obwohl es wahrscheinlich ist, dass es nach dem 29. September eine Neuauflage der großen Koalition geben wird, ist der Wahlkampf durch neue Parteien wie die NEOS, die Piraten und vor allem das Team Stronach von einiger Unsicherheit bezüglich der zu erwartenden Sitzverteilung geprägt. Das BZÖ wird wohl endgültig von der politischen Bühne abtreten. Traditionell ist die österreichische Parteipolitik anhand der Klientelgrenzen gut abzuschätzen. So tritt die ÖVP als Verteidigerin der BeamtInnen und besser Verdienenden auf und möchte die Bauernschaft gerne unter dem Subventionsfüllhorn platziert wissen. Die SPÖ rittert um die ArbeiterInnen der Ballungszentren und neuerdings auch um den Mittelstand, der in Österreich bekanntlich von HilfsarbeiterInnen bis zum Vorstandsvorsitzenden reicht. Wer es mit der Vergangenheit nicht so genau nimmt oder gerne den Gemüsehändler ums Eck in das wenig heimatliche Heimatland seiner Urgroßeltern abschieben möchte, wählt Blau. Die Grünen besetzen die wachsende Nische jener, die zu jung, zu städtisch oder zu wenig Hausfrau sind um ÖVP zu wählen und schleppen, mehr als unangenehme Altlast, einige unverbesserliche Linke mit. Die Feuerwehr wählt Rot, Lehrerin und Hofratswitwe Schwarz, der Pitbullbesitzer mit Lieblingsfarbe Tarnfleck bevorzugt Blau und beim Tierschutz sind die Grünen die erste Adresse. Soweit zumindest das Klischee. Aber wer vertritt AtheistInnen und HumanistInnen?

Ein Kommentar zur Nationalratswahl 2013 von Dieter Ratz

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Eindrücke vom Volksstimmefest

Fotos von der gottlos.at-Cocktailbar

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Besuch uns am Volksstimmefest!

Bar und Infotisch 2012Wie schon die letzten beiden Jahre sind wir auch heuer wieder mit unserem Bücherstand und einer Cocktailbar am Volksstimmefest. Es gibt zahlreiche neue Bücher zu Religion, Religionskritik und Pseudomedizin, neue Cocktails, Mate und hoffentlich mehr Sonnenschein als letztes Jahr. Dafür lohnt es sich doch in den Prater (und anschließend in die Hölle) zu kommen!

31. August/1. September 2013, Prater Jesuitenwiese, Initiativenstrasse (Stand 183)

Die Bar ist am Sa. ab etwa 13:00 mit open end und am Sonntag ab etwa 11:00 bis um 22:00 geöffnet. Der Büchertisch wird bei Sonnenuntergang abgebaut.

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Demonstrationen gegen Homophobie und Kreuze in Schulen

Im Juni fanden in Wien gleich zwei öffentliche Auftritte christlicher FundamentalistInnen statt. Gegen beide wurden von gottlos.at, sowie einer Reihe weiterer Organisationen und engagierter Einzelpersonen, Gegendemos organisiert. Die Kampagne kann insgesamt als Erfolg betrachtet werden und hat gezeigt, dass kurzfristige Mobilisierungen gegen religiöse ExtremistInnen möglich sind und Wirkung zeigen.

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Videomittschnitt vom Homöopathievortrag im März

Am 13. März fand an der Medizinischen Universität in Wien ein Vortrag über die Homöopathie als paramedizinisches Verfahren statt. Auf Einladung von gottlos.at und der Gesellschaft für kritisches Denken (GkD) sprachen folgende ExpertInnen:

Univ.-Prof. Dr. Stefan Böhm
(Med. Uni Wien, Abteilung Neurophysiologie und -pharmakologie)
Dr. Theodor Much
(Facharzt für Dermatologie und Autor)
Dr. Krista Federspiel
(Medizinjournalistin und Autorin)
Univ.-Prof. Dr.Dr. Ulrich Berger
(Wirtschaftsuniversität Wien, Präsident der Gesellschaft für kritisches Denken)

Die Aufnahme wurde von der humanistischen Fernsehsendung Es werde Licht durchgeführt.

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Aktion gegen Homophobie und Frauenfeindlichkeit

Gegendemo 2012: Die kleine Schar christlicher FundamentalistInnen von GegendemonstrantInnen umringt.

Gegendemo 2012: Die kleine Schar christlicher FundamentalistInnen von GegendemonstrantInnen umringt.

Am Samstag dem Sa. den 15. Juni demonstrieren, wie schon im vergangenen Jahr, katholische FundamentalistInnen gegen die Regenbogenparade.

Die VeranstalterInnen sind Personen aus dem Umfeld von kreuz.net, die unter der harmlosen Bezeichnung „Plattform Familie“ operieren. Tatsächlich handelt es sich jedoch bei der Gruppe um FundamentalistInnen die in der Vergangenheit nicht nur durch aggressive Homophobie sondern auch durch ihre Nähe zu rechtsextremen und antisemitischen Positionen in Erscheinung getreten sind.

Im Aufruftext zu ihrem „Marsch für die Familie“ werden Homosexuelle als unnatürliche „Homo-Unzüchtler“ bezeichnet. Es wird die Abschaffung der Eingetragenen Partnerschaft für gleichgeschlechtliche Paare sowie die Abschaffung von Kinderkrippen gefordert. Die Frau soll in der Vorstellungswelt der FundamentalistInnen wieder ihren Platz an der Seite von Kind und Herd einnehmen. Schwangerschaftsabbruch wird als „Massenmord“ bezeichnet.

Die katholischen ExtremistInnen möchten weiter die Ehe als „Verbindung von Mann und Frau“ in der Verfassung verankert sehen und fürchten „die Zerstörung der Familie, die Verführung unserer Jugend zur Unzucht im großen Stil und dadurch die Ausrottung des christlichen Glaubens an der Wurzel.“

Homophobe und frauenfeindliche öffentliche Aufmärsche wie dieser dürfen nicht unwidersprochen bleiben. 2012 ist es gelungen die peinliche Vorstellung der FundamentalistInnen durch eine starke und bunte Gegenkundgebung in ihre Schranken zu verweisen. Wiederholen wir diesen Erfolg und setzen uns ein für:

  • die vollständige rechtliche Gleichstellung von homosexuellen Partnerschaften!
  • die vollständige Gleichberechtigung von Menschen unabhängig von ihrem Geschlecht und Gender!
  • ein entschlossenes Auftreten gegen religiöse FundamentalistInnen und ihre Hetze!

Erster Treffpunkt der Demo: 14:30, Stephansplatz

Bericht und Fotos von der Demo letztes Jahr findet ihr hier: http://www.verein-evo.at/?p=516

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Trotz Erfolg noch nicht am Ziel

Der Kardinalsschlitten: Das Maskottchen des Volksbegehrens

Das Volksbegehren gegen Kirchenprivilegien ist am Montag zu Ende gegangen. Es ist formal gescheitert und hat trotzdem seine wichtigsten Ziele erreicht.

 

von Dieter Ratz

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Vortrag & Diskussion: Kirchenprivilegien abschaffen!

Kirchenprivilegien abschaffen!

Dienstag, 16. April 2013, 19:00

Uni Campus – Altes AKH, Hörsaal D

Programm:

Niko Alm
Vorstellung der Initiative gegen Kirchenprivilegien

Elisa Schenner
Kirche & Frauen, katholische Rollenmodelle

Christoph Baumgarten
Kirche & Geld, Wer zahlt, wer schafft an?

„Speakers Corner“: kurze Beiträge von Heinz Oberhummer und vielen mehr

http://www.kirchen-privilegien.at/
http://www.verein-evo.at/

Die Kirchen genießen in Österreich zahlreiche Privilegien. Sie erhalten auch abseits von Denkmalpflege und Sozialbereich hohe Zuwendungen aus öffentlichen Mitteln und dürfen mit dem Religionsunterricht einen nicht mehr zeitgemäßen Ideologieunterricht an Schulen abhalten. Bezahlt wird das von allen SteuerzahlerInnen, also auch von jenen die keiner Kirche angehören.

Dagegen regt sich nun in Österreich mit dem Volksbegehren gegen Kirchenprivilegien erstmals breiter Widerstand. gottlos.at unterstützt als religionskritische humanistische Gruppe die Ziele des Volksbegehrens und lädt BefürworterInnen wie KritikerInnen dazu ein, sich im Rahmen dieser Veranstaltung mit der Rolle der Kirche in Österreich sowie mit der Forderung nach einer Trennung von Kirche und Staat auseinanderzusetzen.

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Harun Yahya – Kreationismus, Allah und Kekse

kreationistischer Vortrag im Austria Center

Das Interesse am Vortrag der KreationistInnen hält sich in Grenzen.

„Es gibt keine Evolution“, poltert der Redner vor einem überschaubaren Publikum im Saal K des Austria Center in Wien. Nur etwa 60 Personen haben es aller Werbung und dem prominenten Abhaltungsort zum Trotz zum Vortrag geschafft. „Die Evolutionstheorie, Die Wissenschaft von gestern, ein Irrtum von heute“ lautet der Titel der Veranstaltung mit der Personen aus dem Umfeld des türkischen Kreationisten Harun Yahya gegen die zentrale Theorie der Biologie Stimmung machen möchten.

Inhaltlich wird den Anwesenden wenig Neues dargeboten. Viele sind ohnedies angereiste AnhängerInnen Harun Yahyas oder sie sind – wie wir – nur gekommen, weil hier etwas geboten wird, was man normalerweise nur in den Gemeindehäusern evangelikaler Extremisten im Mittelwesten der USA bekommen kann: Kreationismus ohne das Deckmäntelchen des Intelligent Design.

Ein Bericht zum kreationistischen Vortrag am 23. März in Wien, von Dieter Ratz

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