Bericht von der Gegengegendemo

Anlässlich der jährlichen Regenbogenparade hatte es sich eine Gruppe christlich-religiöser FundamentalistInnen in den Kopf gesetzt, Am Stephansplatz und bei der Oper ihr Missfallen über den „moralischen Verfall“ kundzutun. Das konnten wir natürlich nicht einfach so stehen lassen und so mobilisierten wir gemeinsam mit anderen Organisationen zur Gegenkundgebung!

 

von Michael Pürmayr

Als wir um 16:00 am Stephansplatz ankamen, hatten die etwa 20 bis 25 KatholikInnen (teilweise noch Kinder) von gloria.tv ihre Stellung schon bezogen. Sie waren allerdings nicht allein: etwa 100 Menschen verschiedenster Organisationen sowie PassantInnen hatten sie bereits eingekreist. Wir gesellten uns dazu und die knarzenden Lautsprecher der FundamentalistInnen hatten in Folge keine Chance gegen das Pfeifkonzert der Menge. Etwa um 17:30 trafen weitere PolizistInnen ein und trennten nach und nach Demo und Gegendemo mehr schlecht als Recht auf. Schließlich zogen die KatholikInnen in Richtung Oper ab, gefolgt von der mittlerweile auf etwa 150 Menschen angewachsenen Gegendemonstration. Auch wenn am Weg zur Oper ein paar GegendemonstrantInnen verloren gingen und kreative Wegfindung zum Umgehen von eilig formierten Absperrungen der Polizei notwendig waren, kamen wir letztlich alle vor dem Operngebäude wieder zusammen. Auch hier gingen die Ave Marias der homophoben FundamentalistInnen in Buh-Rufen und Pfiffen unter und die Gegendemonstration hielt trotz beißender Hitze bis zum Abzug des Grüppchens von Gloria.tv tapfer aus. Zusammenfassend kann gesagt werden: An diesem Samstag wurde deutlich gezeigt, dass Homophobie in dieser Gesellschaft und in diesem Jahrhundert absolut keinen Platz mehr hat.

Der Bericht des HPD: http://hpd.de/node/13578

Bericht von wientv.org: http://www.youtube.com/watch?v=Yh-OMrEKBK0

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alle Fotos: „Die Helga“